Was Unternehmen für ökologisch nachhaltige Innovation berücksichtigen müssen

Helbling Ideation Blog

Unternehmen müssen ihre gesellschaftliche Verantwortung zur ökologischen Nachhaltigkeit wahrnehmen – eigentlich schon seit gestern, aber spätestens jetzt. Das beherzte Eingreifen zur Verankerung der Nachhaltigkeit in unternehmerische Prozesse und die Schaffung von nachhaltigen Produkten werden langfristig überlebenswichtig für uns alle. Der Handlungsdruck auf Unternehmen steigt, und es reicht nicht mehr, nur Ziele zu setzen und Versprechen abzugeben.  

Der Fokus auf Nachhaltigkeit ist Pflicht, dient der Risikominimierung und erlaubt es, den Marktzugang auch unter zukünftigen Rahmenbedingungen und Regulationen beizubehalten. Richtig angepackt, ist durchaus auch eine Steigerung der Kosteneffizienz durch Einsparungen und die Verhinderung von Zwangsabgaben möglich. Zudem erhöht sich die Attraktivität als Anbieter und Arbeitgeber. 

Anbieter von Produkten und Services haben einen grossen Hebel in Bezug auf den Ressourcenverbrauch. Sie lenken über ihren Footprint und über den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte den grössten Teil der Nachhaltigkeit unseres Wirtschaftssystems. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Anbieter von Produkten und Services deshalb dem Thema ökologische Nachhaltigkeit über den eigenen Footprint hinaus annehmen. «Es reicht nicht, ein Unternehmen nur vom Wareneingang bis zum Warenausgang anzuschauen. Man muss weiterdenken», sagt Roman Käslin, Projektleiter Innovations-Vorprojekte bei Helbling Ideation.  

Die Weichen werden in den frühen Phasen der Produktentstehung gestellt. Wir sind überzeugt: Nur effizient organisierte und professionell geführte Innovationsprojekte bringen Kundenbedürfnis, Wirtschaftlichkeit, technische Machbarkeit und Nachhaltigkeit unter einen Hut. Wir kennen die Thematik aus der Praxis und helfen Ihnen gerne, den Fokus richtig zu setzen und den Grundstein für ein neues, nachhaltiges Produktportfolio zu legen.  

Wir empfehlen Ihnen folgendes Vorgehen: 

  • Bestimmen Sie den ökologischen Fussabdruck Ihres Unternehmens und nehmen Sie eine Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment, LCA) Ihrer Produkte vor. Bedienen Sie sich eines iterativen Vorgehens und treffen Sie pragmatische Annahmen um den Aufwand in vernünftigem Rahmen zu halten. Das reicht in den meisten Fällen, um die eigenen Potenziale zu identifizieren. Falls extern auditierbare LCA Resultate benötigt werden, existieren smarte Methoden, bei denen nur einige Referenzprodukte detailliert analysiert und die Ergebnisse auf weitere Produkte des Portfolios interpoliert werden. Bei der Erfassung der Auswirkungen der Zulieferer und der Endverbraucher kann es komplex werden. Es handelt sich dabei jedoch oft um den grösseren Anteil des gesamten Fussabdrucks, den Sie als Anbieter beeinflussen können.  
  • Liegen die Fakten auf dem Tisch, gilt es, Potenziale zu identifizieren, um Ihren ökologischen Fussabdruck zu verringern. Das grösste Potenzial liegt darin, fundamental zu hinterfragen, wie der Kundennutzen unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in den drei Gesichtspunkten Ökonomie, Ökologie und Soziales erbracht werden kann. Dies erfordert nebst Produkt- und Prozess-Innovationen oftmals auch eine Geschäftsmodell-Innovation mit Veränderung der Architektur der Wertschöpfung, des Ertragsmodells oder sogar des Nutzenversprechens. Eine interessante Inspirationsquelle sind die 45 identifizierten Muster für nachhaltige Geschäftsmodelle im Buch Sustainable Business Model Design. 
  • Konzipieren und bewerten Sie neue Ansätze – und zwar pragmatisch. Sie müssen nicht gleich das ganze Unternehmen umbauen, Ideen und deren Verifikation können auf hohem Abstraktionslevel und in einem begrenzten Rahmen risikobasiert und iterativ erfolgen​. Optimieren Sie dort, wo Sie die grössten Hebel ausmachen.  
  • Nutzen Sie die Chancen neuer Geschäftsmodelle oder Prozesse und entwickeln Sie neue Produkte und Services. Auf Basis der auf Nachhaltigkeit optimierten Geschäftsmodelle lassen sich Visionen, Produkt- und Servicekonzepte entwerfen und parallel auf die vier Innovationsfaktoren Kundenbedürfnis, Wirtschaftlichkeit, technische Machbarkeit und Nachhaltigkeit hin bewerten. Natürlich braucht es dazu die jeweiligen Prototypen und frühzeitige Verifikationen mit potenziellen Kunden. 

Die Schlüsselaktivität im Prozess stellt die Identifikation der Potenziale dar. Dabei muss Nachhaltigkeitswissen mit detailliertem Verständnis der technischen Umsetzbarkeit, wirtschaftlichem Verständnis und Know-how der Branche und der Rahmenbedingungen kombiniert werden. Wir helfen produzierenden Unternehmen in diesem Prozess und unterstützen Sie gerne mit unserer Erfahrung und Umsetzungsstärke – systematisch und pragmatisch –, damit Sie ökologisch nachhaltige Innovationen entwickeln können und langfristig wettbewerbsfähig bleiben. 

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. 

Weitere Studien und Hintergrundinformationen finden Sie hier: 

  • Greenhouse gas emissions in the EU by economic activity (Eurostat, 2022): Rund ein Drittel des Energieverbrauchs und 32 % der Emissionen von Treibhausgasen (CO2-Äquivalente) fallen in der EU im produzierenden Gewerbe an – sprich 68 % sind mehrheitlich im Sourcing und in der Anwendung zu suchen. 
  • The Circularity Gap Report 2022: Nur 8.6 % der verwendeten Ressourcen werden wiederverwendet – damit ist die Menschheit noch weit entfernt von einer Kreislaufwirtschaft. 
  • The Circularity Gap Report 2021: Die Zirkularität der Rohstoffverwendung müsste bis ins Jahr 2032 auf 17 % nahezu verdoppelt werden, um zusammen mit den national festgelegten Beiträgen (Nationally Determined Contributions, NDCs) das Ziel des Übereinkommens von Paris von einer Erwärmung unter 2 Grad Celsius erreichen zu können. 

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